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Ellen Dietzsch
Europas Verfassung und die Medien
Deutschland und Frankreich im Vergleich Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag: Politikwissenschaften, Band 22
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EU-Recht drückt fast allen Lebensbereichen nationaler Gesetzgebung seinen Stempel auf. Drei von vier Europäern wissen nach eigenen Angaben dennoch nicht, was in Brüssel und Straßburg verhandelt wird. Gestaltung und Inhalte der Medienberichte über die Europäische Union bedürfen einer kritischen Prüfung.
Ellen Dietzsch greift diese Problematik auf: Wie ausgewogen stellen Massenmedien europäische Politik dar und wie ist es um die Vielfalt bestellt? Welche Rolle spielen die Europäische Union und ihre Akteure in der Berichterstattung? Wie unterscheidet sich die Berichterstattung über europäische Themen in verschiedenen EU-Mitgliedsstaaten?
Antworten gibt die Autorin beispielhaft anhand der Debatte über die europäische Verfassung in deutschen und französischen Tageszeitungen. Der europäische Verfassungsvertrag galt als bisher umfassendste Reform der EU und sollte nahezu zeitgleich in Frankreich und Deutschland ratifiziert werden. Während in Deutschland der Bundestag und Bundesrat den Vertrag annahmen, kam es in Frankreich zum Volksentscheid. Damit bietet die Debatte in beiden Ländern ein besonderes Entdeckungspotential für die empirische Forschung: Das Buch enthält daher auch Aussagen zu der häufig gesetzten These, Volksabstimmungen würden die Medien zu höherer Qualität in ihrer Berichterstattung beflügeln. |
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| „Während die Forschung meist auf die Quantität von EU-Bezügen fokussiert, fragt Ellen Dietzsch vor allem nach der Qualität der EU-Politikvermittlung durch die Medien. Dabei erweitert sie den Kanon traditioneller Qualitätskriterien um das zusätzliche Merkmal der Europäisierung. […] Der Verdienst dieser theoretisch gut fundierten und sehr systematischen Arbeit liegt gegenüber bisherigen Studien zur EU-Berichterstattung in ihrer Akzentverschiebung auf Qualitätsmerkmale. Damit eröffnet sie eine neue Perspektive, die sich auf für Anschlussforschungen empfiehlt.“ |
| Dennis Lichtenstein, message - Internationale Zeitschrift für Journalismus, 2/2010 |
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