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Anna Caroline Cöster
Ehrenmord in Deutschland
Tectum-Sachbuch
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Fememorde haben seit der Ermordung Hatun Sürücüs 2005 in Berlin wiederholt Entsetzen ausgelöst. Weltweit rechnen die Vereinten Nationen mit 5000 Todesopfern jährlich. Zu derartigen Exzessen kommt es auch in westlichen Ländern, jedoch weniger häufig als gedacht. Von 55 Opfern in acht Jahren spricht das BKA. Aber ist jeder dieser Morde ein Ehrenmord? Anna Caroline Cöster nähert sich den Hintergründen, um dem Phänomen schärfere Konturen zu verleihen. Auch die Bedrängnis möglicher Opfer bringt sie zur Sprache. Oft leben betroffene Frauen seit Jahren auf der Flucht; mit dem Verlassen ihrer Familien sehen sie sich schlagartig in Lebensgefahr und müssen sich zudem ein ihnen kulturell völlig fremdes Leben aufbauen. Ihre teils stark mit Gewalt durchsetzten traumatischen Erlebnisse können sie dabei fast niemandem anvertrauen. Das soziale wie religiöse Umfeld beeinflusst betroffene Familien hingegen sehr. Zu einem Ehrenmord kommt es mithin nicht aus heiterem Himmel. Der Kreis möglicher Mitwisser ist weit größer als bislang gedacht. |
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| „Das Buch ist in einer gut verständlichen Sprache geschrieben und nachvollziehbar gegliedert, was das Lesen erleichtert, da auch viele nicht alltägliche Begrifflichkeiten und fachwissenschaftliche Begriff erläutert und erklärt werden. Durch eine interdisziplinäre Analyse verschiedener Fachrichtungen wie Psychologie, Kriminologie usw. wird der Forschungsstand rund um die Thematik Ehrenmord aufgezeigt.“ |
| asyl aktuell 4/2009 |
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